Schlechte Schufaauskunft nicht gleichbedeutend
mit schlechter Bonität
Eine negative Schufa-Auskunft hat man bekanntermaßen
schnell. Wer beispielsweise einmal Probleme mit einer Handyrechnung hatte,
verfügt in der Regel bereits über den berüchtigten Schufaeintrag. In aller Regel
sind es in der Tat die berühmten Kleinigkeiten, die zu einem Schufaeintrag
führen, der im Millionenbereich verschuldete New Economy Star stellt sicherlich
eher eine Ausnahme dar...
Vom Begriff der "schlechten Schufa" zu unterscheiden ist der
Terminus der "schlechten Bonität". Wenn über den ersten genannten
Begriff gesprochen wird, so
ist hiermit gemeint, dass die betreffende Person über Negativmerkmale im
persönlichen Schufakonto verfügt.
Schlechte Bonität meint hingegen, dass es mit der
Kreditwürdigkeit des Antragstellers nicht besonders gut bestellt ist. Insofern
können sich die beiden diskutierten Termini zwar gegenseitig beeinflussen,
jedoch besteht kein zwingender Zusammenhang.
Wer über eingetragene Negativmerkmale im Schufakonto verfügt, kann
nämlich durchaus kreditwürdig sein. Wer eine kleine Rechnung
vor Jahren nicht bezahlen konnte (oder aufgrund einer vielleicht berechtigten
Reklamation nicht wollte) und heute über ein gutes
Arbeitseinkommen verfügt, muss nicht
von Verschuldung betroffen
sein besitzt sehr wohl entsprechende Kreditwürdigkeit. Auf
der anderen Seite kann es auch bei einer einwandfreien Schufa-Auskunft mit der
Bonität eines Antragstellers alles andere als gut bestellt sein. Die Problematik
in der Umsetzbarkeit der gemachten Aussagen besteht grundsätzlich allerdings
darin, dass eine individuelle Beurteilung des Antragstellers bei den großen
Bankinstituten in aller Regel nicht erfolgt, da die Entscheidungsprozesse meist
automatisiert ablaufen und Antragsteller mit Negativmerkmalen a priori
aussortiert werden. Bei kleineren Banken hingegen ist oft ein
Kredit trotz Eintrag
möglich.
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